Kurzantwort: Feuchttücher gehören nicht ins WC - auch wenn der Aufdruck 'flushable' verspricht. Im Rohr verknäulen sie sich, saugen Fett auf und bilden hartnäckige Pfropfen, die eine professionelle Reinigung erfordern.
Warum Feuchttücher Rohre verstopfen
Anders als Toilettenpapier lösen sich Feuchttücher im Wasser nicht auf. Sie bestehen aus synthetischen Fasern, die selbst nach langen Strecken durch die Leitung kaum zerfallen. Im Rohr bleiben sie an rauen Stellen, Rohrbogen oder an Fettablagerungen hängen und bilden schnell dichte Knäuel. In Mainzer Mehrfamilienhäusern führt das regelmäßig zu Verstopfungen in der gemeinsamen Fallleitung - dann sind alle Parteien betroffen.
Was sich noch dazusetzt
Feuchttücher allein reichen oft nicht für eine vollständige Verstopfung. Gefährlich wird es, wenn sie gemeinsam mit anderen Stoffen zusammenkommen:
- Fett aus der Küche oder dem Kochen
- Haar- und Speisereste
- Hygieneartikel wie Wattepads oder Tampons
- Kalk und Seifenreste, die die Fasern zusammenkleben
Anzeichen einer Feuchttuch-Verstopfung
- WC läuft sehr langsam ab oder gurgelt nach dem Spülen
- Abflüsse in der Nähe des WC reagieren ebenfalls langsamer
- Wiederkehrende Verstopfungen an derselben Stelle trotz Hausmitteln
- Unbehandelt: Rückstau, bei dem Wasser aus dem Boden-Abfluss aufsteigt
So beheben Sie die Verstopfung
Schritt 1: Saugglocke einsetzen
Drücken Sie eine Gummisaugglocke mehrfach kräftig auf das WC-Becken und ziehen Sie ruckartig. Das kann lockere Pfropfen lösen. Bei Feuchttüchern hilft das aber oft nur kurzfristig.
Schritt 2: Rohrspirale verwenden
Eine Handspirale kann Feuchttuch-Knäuel greifen und herausziehen. Drehen Sie langsam und fühlen Sie, wenn die Spirale etwas gefasst hat, bevor Sie ziehen.
Schritt 3: Fachbetrieb beauftragen
Steckt der Pfropfen tiefer oder betrifft er die Fallleitung, hilft nur eine professionelle Hochdruckspülung. Der Fachbetrieb in Mainz kann den Pfropfen lokalisieren und rückstandslos entfernen - ohne das Rohr zu beschädigen.
Richtige Entsorgung: Was ins WC gehört
Ins WC gehören ausschließlich:
- Toilettenpapier
- Körperliche Ausscheidungen
Nicht ins WC: Feuchttücher, Wattepads, Tampons, Kondome, Zigarettenkippen, Medikamente, Speisereste oder Küchenkrepp. All das gehört in den Hausmüll.
Vorbeugung langfristig
Stellen Sie neben dem WC einen kleinen Abfalleimer auf - das senkt die Hemmschwelle, Feuchttücher korrekt zu entsorgen. In Mainzer Mietwohnungen empfiehlt es sich, Mitbewohner und Gäste freundlich auf die Hausordnung hinzuweisen. Manchmal genügt ein kleines Schild an der richtigen Stelle.